Goldschmiedezeitung Dezember 2008

Noblesse für die City

Hamburg – 1982 eröffnete Nana Hellwege ihre erste Goldschmiedewerkstatt im Hamburger Elbvorort Blankenese und wurde bald mit ihren ausdruckstarken, klaren Kreationen bekannt.


Seitdem hat sie sich bei der Lage ihrer Geschäftsräume immer weiter auf das Zentrum der Hansestadt zubewegt. Nach elf Jahren im Stilwerk am Hafenrand weihten Nana Hellwege und ihre Tochter Katrin Hellwege Anfang November ihr neues Geschäft in den Colonnaden ein, einer alsternahen Fußgängerzone in der Innenstadt. Katrin Hellwege, die über den Umweg eines Jurastudiums zum Goldschmiedeberuf fand und seit 1999 mit ihrer Mutter zusammenarbeitet, hält diese Entscheidung für die City für zeitgemäß und kundenfreundlich: „Ich glaube grundsätzlich, dass man sich die Standortfrage immer wieder einmal neu stellen sollte.“ Natürlich ist die Werkstatt mit in die Colonnaden gezogen, eine Trennung von Produktion und Verkauf wäre für die Hellweges nicht vorstellbar; schließlich entstehen viele Schmuckstücke im Kundenauftrag; über 90 Prozent der Preziosen, die hier verkauft werden, stammen aus der eigenen Werkstatt. Das Sortiment wird ergänzt durch ausgesuchte Stücke von Niessing und Armbanduhren der Glashütter Manufaktur Nomos. In der nobel zurückhaltenden Einrichtung der neuen Geschäftsräume spiegelt sich der Charakter des ausgestellten Schmucks: Mutter und Tochter begeistern sich für außergewöhnliche Steine und besondere Schliffe; beide folgen dem Ideal von Geradlinigkeit und Eindeutigkeit im Design, das dabei auf Grund der Materialwahl der zwei erfahrenen Goldschmiedinnen niemals streng oder kühl auftritt.

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