„Wir reden fast immer über Schmuck, selbst nach Feierabend“, gesteht Nana Hellwege. „Nur wenn wir mit der Familie in großer Runde zusammentreffen, ist Geschäftliches tabu“, ergänzt ihre Tochter Katrin. Schon bevor sie vor zehn Jahren in die Goldschmiede ihrer Mutter einstig, teilte sie mit ihr die Liebe zum Schmuck. „Seit meiner Kindheit habe ich all die schönen Dinge bewundert, die meine Mutter in ihrer Werkstatt angefertigt hat.“ Dennoch war ihr Berufswunsch zunächst ein ganz anderer: „Ich wollte raus und etwas Neues erleben.“ Katrin Hellwege studierte Jura. Nachdem sie einige Jahre als Juristin in der Schmuckbranche gearbeitet hatte, reifte die Idee, in das Geschäft ihrer Mutter miteinzusteigen. Bald entschloss sie sich, noch eine Goldschmiedelehre zu absolvieren. „So ist Katrin eben“, kommentiert Nana Hellwege die Entscheidung ihrer Tochter. „Ganz oder gar nicht.“ Seitdem entwickeln die beiden Frauen einige ihrer Schmuckstücke gemeinsam, jede hat aber auch genug Freiheiten, um die eigene Handschrift umzusetzen. „Wir beraten uns da, wo es hilft, und geben uns Platz, wo es nötig ist. Das klappt hervorragend.“